|

|
Pressespiegel
2007
2006
2005
Leserbrief zum
Artikel
"Artenschutz statt Bauprojekte" in der Berliner Morgenpost vom 22.10.
2005
von Susanne Völcker
Schade, dass es erst mit Hilfe der Zauneidechsen gelingt, die
Aufmerksamkeit auf ein Vorhaben zu lenken, das auch für die Menschen in
Adlershof nicht sinnvoll ist.
Die zur Bebauung freigegebene Fläche schlägt eine Schneise zwischen Köllnische
Heide und Friedhof. Ohne Not wird hier eine Grünfläche, die bisher von
Adlershofern als Teil ihres Waldes wahrgenommen wird, privatisiert. Der
Prozess begann vor sieben Jahren, inzwischen ist der Bedarf an Bauland
stark zurückgegangen und der Bezirk verfügt über ausreichend Flächen
für Eigenheime, die deutlich besser erschlossen sind als diese
Wiese.
Wie Ihre Autorin richtig erkannt hat, geht es der Behörde darum, nachträglich
Baurecht für die befreundete Wohnungsbaugesellschaft herzustellen.
Statt dessen sollte man sich im Bezirksamt besinnen, in wessen Auftrag
man arbeitet.
Es wäre ein Beitrag zur vielbeschworenen Nachhaltigkeit der
Entwicklung, auf die Parzellierung der Fläche jetzt zu verzichten.
Wie andere Mitbürger auch habe aus diesen Gründen in den bisherigen Bürgerbeteiligungen
Einspruch erhoben , aber lediglich einen lapidaren Satz als Antwort
bekommen. Um wievieles stärker ist doch die Lobby der
Zauneidechsen!
Susanne Völcker, Adlershof
Samstag, 22. Oktober 2005
Artikel
in der Berliner Morgenpost
Artenschutz statt Bauprojekte
Treptow-Köpenick: Naturschützer fordern frühzeitige Gutachten - Beschwerde gegen Bezirksamt bei der EU
Von Sabine Flatau
Planer von Bauvorhaben haben zunehmend mit tierischen Problemen zu kämpfen. Seit der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes 2004 gelten strengere Auflagen beim Artenschutz. Eine Reihe von Projekten im Berliner Südosten ist davon betroffen.
Auf einem ehemaligen Sportplatz an der Genossenschafts- straße in Adlershof will die Wohnbautengesellschaft Stadt und Land Einfamilienhäuser errichten. Der Sportplatz ist deshalb entwidmet, das Grundstück verkauft worden. Weil das Gelände über Jahre ungenutzt blieb, konnte sich die Natur den Raum zurückerobert. "Wir haben deshalb in Gesprächen mit dem Bezirksamt das Bauvorhaben schon vor zwei Jahren abgelehnt und auf einem öffentlichen Genehmigungsverfahren bestanden", sagt Manfred Schubert, Geschäftsführer der Berliner
Landesarbeits- gemeinschaft Naturschutz (BLN). Denn unterdessen haben sich Zauneidechsen angesiedelt. "Es sind geschützte Tiere, deren Lebensraum nicht vernichtet werden darf."
Jetzt habe die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine Befreiung von diesem Verbot erteilt, allerdings unter strengen Auflagen. Die Eidechsen bekommen ein neues Zuhause. Sie sollen im Frühjahr eingefangen und zunächst in der Naturschutzstation Malchow untergebracht werden. Ihr endgültiger Aufenthaltsort wird zur Zeit vorbereitet: auf dem ehemaligen Militärgelände an der Treskowallee, das der Bezirk renaturiert.
Für die BLN sei dies ein Präzedenzfall dafür, daß nicht rechtzeitig ein "faunistisches Gutachten" angefertigt worden sei, sagt Geschäftsführer Schubert. "Wir haben deshalb eine Beschwerde bei der EU formuliert und warten jetzt auf die Antwort aus Brüssel."
Zauneidechsen sollen sich auch auf dem Gelände im Umfeld des Bahnhofs Adlershof befinden, der in den kommenden Jahren umgebaut werden soll. Bei einem Ortstermin mit der Deutschen Bahn sei festgelegt worden, daß das Vorkommen der Tiere untersucht werden soll.
Den kompletten Artikel
finden Sie hier.

In der August-Ausgabe der Adlershofer
Zeitung finden Sie über den Bürgerverein folgende Beiträge:
-
Ankündigung der
Ausstellung "Adlershof 1945 - Kriegsende, Befreiung und
Neubeginn" im Kulturzentrum Adlershof Alte Schule (S. 2)
-
Antwort auf Leserbrief
zur Köllnischen Heide (S. 12)
-
Halbjahresbilanz des
Adlershofer Bürgerverein (S. 12)
In der Juli-Ausgabe der Adlershofer
Zeitung finden Sie über den Bürgerverein folgende Beiträge:
In der Juni-Ausgabe der Adlershofer
Zeitung finden Sie über den Bürgerverein folgende Beiträge:
-
Bericht über die Gedenkveranstaltung zum 60.Jahrestag der Befreiung
(S. 2)
-
Ankündigung Buchpremiere
(S. 6)
-
Ankündigung Gojko Mitic
(S. 7)
-
Ankündigungen von Veranstaltungen des
Ortschronisten (S.7)
-
Artikel des Ortschronisten zum Kriegsende 1945
(S. 8/9)
-
Leserbrief zur Köllnischen Heide (S.12)
-
Ankündigung Wiedereinweihung Denkmal am
11.9.
(S. 13)

Das Waldgebiet soll für alle
Mitbürger attraktiv bleiben
Erschienen in der Adlershofer Zeitung Nr.
136 (August 2005)
Antwort auf Leserbrief "Kleinod Köllnische Heide", AZ Nr. 134
Frau Westphal interpretiert meinen Artikel in der AZ Nr. 131 zur Köllnischen Heide falsch, wenn sie meint, ich griffe nur eine Nutzergruppe des Waldes – die Hundehalter – heraus, um diese zu diskriminieren. Im Gegenteil. Hielten sich die Mehrzahl der Hundehalter an die Regeln, so gäbe es weniger Probleme!
Ich habe über 35 Jahre Hunde geführt und glaube deshalb, mir ein halbwegs objektives Bild über die Hundehaltung in der Großstadt machen zu können. Und wie überall im Leben gibt es auch bei den Hundehaltern diese und jene. Es fällt eben besonders auf, wenn viele Hundehalter die Köllnische Heide besuchen und es dabei zu Problemen mit den anderen Besuchern kommt.
So kam bzw. kommt es immer wieder vor, dass ganze Hundemeuten per Transporter von professionellen Betreuern in den Wald und oft ohne Leinen zum Auslauf gebracht werden.
Oder die lieben Vierbeiner "verlieren" wo sie gehen und stehen ihre Hinterlassenschaft! Das kann bei vielen Mitbürgern nicht nur zu hygienischen Problemen führen, wenn sie diese Botschaft an den Schuhen, den Kinderwagenrädern, den Rollstuhlrädern, usw. in die Wohnung bringen.
Oder die freilaufenden Hunde wollen einfach nur mit kleinen Kindern, Spaziergängern, Joggern, Radfahrern oder mit anderen Hunden spielen. In den meisten Fällen wollen es die Betroffenen aber nicht.
Unsere Köllnische Heide ist Allgemeingut und somit von Besuchern mit dem nötigen Respekt zu behandeln. Da muss ich Frau Westphal natürlich zustimmen. Aber auch bei der Waldnutzung steht der Mensch im Mittelpunkt! Diesem Grundsatz hat der Gesetzgeber Rechnung getragen und alle haben sich an seine Vorgaben zu halten.
Frau Westphal vertritt eine unhaltbare Meinung zum Hundeauslauf. Jeder kann sich auch in der Großstadt einen Hund halten, sofern alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Hier beginnen schon die Probleme, da viele aus den unterschiedlichsten Gründen ihren Vierbeinern nicht eine artgerechte Haltung bieten können. Als Lauftier braucht jeder Hund mehr oder weniger großen Auslauf. Da viele Hundehalter sich selbst nicht so viel bewegen können oder wollen, soll nun Vater Staat ein Auslaufgebiet möglichst gleich vor der Wohnungstür bereitstellen?!
Die wenigen noch vorhandenen Flächen der Wälder und Parks reichen bei den ständig steigenden Freizeitansprüchen nicht einmal für die Menschen.
Damit die Köllnische Heide auch weiterhin für alle Mitbürger attraktiv bleibt, ruft unser Adlershofer Bürgerverein zweimal im Jahr zum Waldputz auf. Es kommen viele Freunde des Waldes, aber wo sind die Hundehalter, die dort täglich spazieren gehen? Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen und könnten vor Ort u.a. auch über evtl. vorhandene Probleme diskutieren.
An dieser Stelle sollte ich nochmals betonen, dass die Köllnische Heide ein Waldgebiet und kein Stadtpark ist. Somit müssen die Berliner Forsten nach anderen Richtlinien und Gesetzen wirtschaften. In einem Wald werden wir keine große Anzahl von Müllbehältern, Bänken oder sogar Toiletten bei der gegenwärtigen Kassenlage vorfinden können.
In diesem Sinn sollten alle, die der Natur und sich selber helfen wollen, die Köllnische Heide vor unzulässiger Nutzung schützen!
Jürgen Bresler

Zum "Kleinod Köllnische
Heide"
Erschienen in der Adlershofer Zeitung Nr.
134 (Juni 2005)
Jeder wird Herrn Bresler (AZ Nr. 131) Recht geben, was das "Kleinod Adlershofer
Wald" angeht. Es wäre jedoch angemessen, alle Beteiligten zum friedlichen Miteinander aufzurufen und nicht nur die Hunde und deren Halter zu nennen. Das empfinden diese als Diskriminierung.
Ebenso müßte die Kritik auch gewisse Radfahrer, Jogger und Fußgänger treffen, die meinen, den Wald für sich allein beanspruchen zu können – ganz abgesehen von den Rauchern, die den Wald besonders im Sommer extrem gefährden. Mehrere Waldbrände wurden von Hundehaltern beim Spaziergang bemerkt und konnten verhindert werden. Und Menschenhaufen im Wald sind genauso unangenehm wie die Hundehaufen. Weder gibt es eine Toilette am Spielplatz noch Robydogs für Hundekot.
Gesetze für alle Nutzer des Waldes gibt es schon seit Jahrzehnten. Wie richtig dargestellt, haben einige Mitbürger erhebliche Probleme damit, denn man findet Müllberge und Gartenabfälle im Wald. Immer werden nur die Hunde hervorgehoben! Der Verfasser weist auf die Leinenpflicht hin, bietet aber keine Alternative an. Bestehende Auslaufgebiete sind weit entfernt und daher indiskutabel, für den Bezirk Treptow-Köpenick fehlen angeblich Bedarf und Geld. Hunde benötigen aber Auslauf, da sie bei beständigem Führen an der Leine aggressiv werden, was die Fachliteratur bestätigt.
Deshalb wäre es zu begrüßen, wenn Herr Bresler sich als Mitglied des Vereins Cöllnische Heide für angemessene Bedingungen für alle und für Bänke im Walde einsetzen würde.
Die wenigen neuen stehen an so ungünstigen Standorten wie Waldeingängen und mitten auf Lichtungen, so daß sich bei praller Sonne niemand daraufsetzen kann.
Also wenn schon, dann bitte Rechte und Pflichten für alle, der Gerechtigkeit halber!
Für die Hundehalter
Jutta Westphal

Die Köllnische Heide – ein Kleinod in Adlershof
Erschienen in der Adlershofer Zeitung Nr.
131 (März 2005)
Aufgrund der nicht aufzuhaltenden Betonierung unserer Umwelt können wir sagen, daß die Köllnische Heide das Kleinod schlechthin in unserem Ortsteil Adlershof ist. Wie Ortschronist Rudi Hinte immer wieder dargestellt hat, ist von dem einst den Ort umgebenden großen
Waldgebiet nur ein verschwindend kleiner Rest – eben die Köllnische Heide – übrig geblieben.
Daher hat sich unser Verein auf seine Fahnen geschrieben, dieses Areal besonders schützen zu helfen. Die Köllnische Heide bietet viele Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten für Jung und Alt. So wollen Eltern mit ihren Kleinkindern, Jugendliche, Spaziergänger, Sportler, Radfahrer und
Hundebesitzer zu Ihrem "Recht" kommen. Da so viele Interessen in der Köllnischen Heide aufeinander stoßen, ist von allen Beteiligten ein großes Maß an Rücksichtnahme erforderlich, damit der Wald nicht auch noch durch seine Nutzung für Erholungs- und Freizeitzwecke zu Schaden kommt. Das erfordert nicht nur der gesunde Menschenverstand, sondern erst recht demokratische Umgangsformen in unserem Miteinander. Aufgrund dieser Realitäten gibt es eine Reihe von Vorschriften, die eingehalten werden müssen, um Reibungen der Interessen zu minimieren. Daß einige Mitbürger damit ihre Probleme haben, sehen wir sehr anschaulich beim Waldputz, den unser Verein im Zusammenwirken mit dem zuständigen Förster zweimal im Jahr durchführt. Es müssen immer wieder große Berge von Müll entsorgt werden.
Damit das Miteinander der einzelnen Interessengruppen weiter harmonisch verläuft, hat der Senat u.a. das
"Gesetz über das Halten und Führen von Hunden ..." modifiziert. Es zeigt eindeutig, daß zum Halten und Führen eines Hundes die eigenen Bedingungen und erst recht das Umfeld stimmen müssen, damit Hunde nicht zum Problem werden.
So legt es u.a. fest, daß
- die Hunde gekennzeichnet sein müssen,
- der Führer und Halter Sachkunde speziell bei gefährlichen Hunden nachweisen muß,
- eine Haftpflichtversicherung bestehen muß (Übergangsregelung),
- Hunde nicht auf Kinderspielplätze, Liegewiesen und Badeanstalten mitgenommen werden können,
- Leinenpflicht in öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen, im Wald (außer in ausdrücklich gekennzeichneten Hundeauslaufgebieten), auf Sport- und Campingplätzen, in Kleingartenkolonien, auf öffentlichen Wegen und Plätzen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Menschenansammlungen, usw. besteht.
Ein besonderer "Stein des Anstoßes" im wahrsten Sinn des Wortes ist der Hundekot auf öffentlichen Wegen, Plätzen und auch im Wald. Jeder sollte sich die Probleme vor Augen führen, die durch diese Verschmutzung andere Mitbürger haben, wenn sie die Räder der Kinderwagen, Fahrräder oder Rollstühle bzw. die Schuhsohlen immer wieder reinigen müssen. Gerade behinderte Menschen im Rollstuhl haben da unlösbare Probleme. Deshalb fordere ich, die uneinsichtigen
Verursacher dieser "Geschäfte" energischer zu belangen.
In diesem Sinne sollte jeder, der unser schönes Waldgebiet nutzt, auf Interessenausgleich bedacht sein und zum Schutz unserer Umwelt beitragen.
Jürgen Bresler
Adlershofer Bürgerverein Cöllnische Heide e.V
|